Der orientalische Tanz umfasst viele verschiedene Stilrichtungen wie Raks Sharqi, ATS, Tribal Fusion, Folk und andere, die jeweils klar definierte Strukturen und Rahmen haben.
Die Stunden basieren auf starken orientalischen Tanzgrundlagen – Isolationsbewegungen, feiner Motorik sowie der Koordination von Unter- und Oberkörper mit unterschiedlichen Rhythmen und Dynamiken. Gleichzeitig gehen sie über den klassischen Rahmen hinaus und verbinden sich mit Elementen anderer Tanzstile. In dieser Fusion entstehen neue Bewegungsqualitäten und Ausdrucksformen, die den Bewegungsraum von Frauen erweitern.
Der Unterricht beginnt mit einem gezielten Warm-up und einer bewussten Einstimmung. Darauf folgen kurze technische Übungen, wobei stets darauf geachtet wird, das Nervensystem nicht zu überfordern. Anschließend wird an einer Choreografie gearbeitet. Die Stunde endet mit einem ausgleichenden Abschlusskreis und gemeinsamem Tanzen.
Diese Tanzform wirkt sich besonders positiv auf den weiblichen Körper aus: Sie unterstützt hormonelle Ausgleichsprozesse, fördert natürliche Bewegungsmuster im Becken- und Rumpfbereich, verbessert die Körperwahrnehmung und trägt zu einer Harmonisierung des Nervensystems bei. Der Fokus liegt nicht auf Leistung, sondern auf innerer Wahrnehmung, Fluss und verkörperter Präsenz.
Kleidung
- Leggings, weite Hüfthosen/Rock, eher in schwarz gehalten
- Enges Top
- Socken, Barfuss oder Ballettschuhe
Stundenplan
| Donnerstag – Raum 2 |
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Oriental Fusion
- Open Level 15+J.
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| Donnerstag – Raum 2 |
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Oriental Fusion
- Open Level 15+J.
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Oriental Fusion Geschichte
Der Begriff „Bauchtanz“ stammt aus Europa und verbreitete sich im 19. Jahrhundert, als Napoleons Soldaten in Ägypten erstmals mit der Bewegungskultur der lokalen Tänzerinnen in Berührung kamen. In der arabischen Welt ist diese Bezeichnung jedoch unbekannt. Dort wird der Tanz Raqs Sharqi genannt, was „Tanz des Ostens“ bedeutet. Aus dieser Übersetzung entwickelte sich später der Begriff „orientalischer Tanz“.
Der orientalische Tanz ist bis heute eine lebendige, sich stetig weiterentwickelnde Kunstform, sowohl stilistisch als auch technisch. Aus tanzhistorischer Perspektive reichen seine Wurzeln bis in antike Kulturen zurück, etwa zu altägyptischen Traditionen, Göttinnenkulten und rituellen Bewegungsformen. Diese Ursprünge sind in moderner, transformierter Form weiterhin spürbar.
In der Vermittlung des orientalischen Tanzes lassen sich zwei Hauptansätze beobachten: Entweder das Arbeiten innerhalb klar definierter, traditioneller Stilrahmen, oder ein Ansatz, der auf starken Grundlagen aufbaut, diese jedoch bewusst erweitert und neue Bewegungssysteme entwickelt.
Aus letzterem entstand der Oriental Fusion, der die Sprache des orientalischen Tanzes mit anderen Tanz– und Bewegungskulturen verbindet.
Historisch betrachtet sind solche Verbindungen naheliegend: Mit der Ausbreitung des Islams nahm die orientalische Bewegungskultur in Andalusien lokale Einflüsse auf, die später auch zur Entwicklung des Flamenco beitrugen. Daraus entwickelte sich unter anderem die Flamenco Fusion beziehungsweise der andalusische Bellydance.
Auch in Indien finden sich Bewegungsqualitäten und Ausdrucksformen, die sich organisch mit orientalischem Tanz verbinden lassen.
Im Oriental–Fusion–Ansatz werden die Grenzen vor allem durch Vorstellungskraft und fachliche Kompetenz definiert. Authentische Fusion erfordert fundiertes Wissen und Respekt gegenüber den jeweils verbundenen Tanzstilen.